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25. Juli 2019, Oliver Altmann

KI IM KAMPF FÜR SAUBERE LUFT IN STÄDTEN

In vielen Branchen und Lebensbereichen wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit gemischten Gefühlen wahrgenommen. Im Bereich der Smart City Technologien sind die Anwendungsmöglichkeiten jedoch durchaus vielversprechend. KI basiert auf dem Konzept der Korrelation. Demnach könnte der Einsatz von KI besonders für Städte, die bereits fortschrittliche IoT Technologien nutzen und aussagekräftige Daten sammeln, interessant sein, um nachhaltig zu handeln und die Lebensqualität zu verbessern.

Die Bedeutung, die Forschungsprojekten im Gebiet der Künstlichen Intelligenz zukommt wird mehr als  deutlich durch die diesjährige Verleihung des Turing Awards an die Wissenschaftler Yoshua Bengio, Geoffrey Hinton und Yann LeCun. Der Turing Award wird gemeinhin auch als der „Nobelpreis der Datenverarbeitung“ bezeichnet. Die drei Wissenschaftler haben dazu beigetragen, die Anwendung von Netzwerken voranzutreiben, die letztendlich Computern die Fähigkeit verleihen, Muster und Sprachen zu erkennen und Schlüsse aus komplexen Daten zu ziehen.

Städtisches Anwendungsbeispiel: Singapur

Laut dem MinebeaMitsumi Tochterunternehmen Paradox Engineering kann der Einsatz von KI eine enorme Bedeutung in Städten haben, in denen  sehr große Mengen an Daten gesammelt und verarbeitet werden. Denn nur mithilfe von sehr großen Datenmengen können KI-basierte, innovative Lösungen zur Verringerung der Luftverschmutzung ermöglicht werden. So zum Beispiel in Singapur, wo die Luftverschmutzung und die damit verbundenen Kosten im Gesundheitswesen extrem hoch sind. Die BUSINESS TIMES berichtet ebenfalls von den vielversprechenden Aussichten,  in Singapur mithilfe von KI die Luftqualität zu verbessern. Ein Forscherteam beschäftigt sich vor Ort mit den Möglichkeiten, Sensortechnologie mit IoT Systemen und KI zu koppeln, um so verlässliche umweltrelevante Daten zu erhalten und die urbane Nachhaltigkeit zu verbessern. Mithilfe der gesammelten Daten sind in Singapur sogenannte Heatmaps möglich, die landkartenähnlich und benutzerfreundlich die Luftqualität abbilden. Zudem können die schwerwiegendsten Luftverschmutzungs-„Hotspots“ identifiziert werden. Mithilfe von KI besteht sogar die Möglichkeit, Vorhersagen zu treffen, welche Gebiete zu welchen Zeiten gemieden werden sollten, wodurch im nächsten Schritt natürlich auch proaktive Maßnahmen in Problemzonen möglich sind. Das Problem wird dadurch natürlich nicht vollends an der Wurzel gepackt, aber für Singapurs Einwohner könnte dies ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung sein. Die Kosten im singapurischen Gesundheitswesen liegen geschätzt bei 3,75 Billionen US Dollar. Natürlich kämpft nicht nur Singapur mit diesen Problemen: 92 Prozent der Weltbevölkerung leben an Orten, an denen die Luftqualität WHO-Grenzwerte überschreitet, was jedes Jahr zu Millionen von Todesfällen führt. Und es geht nicht nur um die Gesundheit: Die zunehmende allgemeine Besorgnis rund um den Klimawandel und die globale Erwärmung führen dazu, dass Künstlichen Intelligenz als mögliche Rettung aus einer beinahe ausweglos scheinenden Situation auf den Plan tritt. Laut Vox Media wird KI eines der wichtigsten menschlichen Güter im David-gegen-Goliath-Kampf unserer Zeit.  

Zweites Beispiel: London

Im Großraum London sammeln rund 1,200 Sensoren Daten in Echtzeit. Diese Daten bedienen ein Vorhersage-Modell, das anzeigt, welche Teile der Stadt am meisten luftverschmutzt sind. BBC berichtet, dass derzeit Voraussagen für 48 Stunden möglich sind. Die Einwohner Londons können also Routen wählen, mithilfe derer sie der Luftverschmutzung so wenig wie möglich ausgesetzt sind.  Der nächste Schritt könnten dann eingreifende Maßnahmen sein – zum Beispiel die Sperrung bestimmter Straßen zu bestimmten Zeiten, um zumindest eine Kumulation der Luftverschmutzung zu verhindern. Londons größter Grund zur Sorge ist ohne Zweifel die Luftverschmutzung durch den Verkehr. Hier könnten die Entwicklungen im Bereich des autonomen Fahrens in Zukunft Abmilderung schaffen. KI-basierte Technologien ermöglichen eine höchst effiziente Beförderung von Menschen und Waren, wodurch der Ölverbrauch und die Emissionen erheblich gesenkt werden können. Die Dauer der Fahrtzeiten lassen sich durch intelligente Ampeln zusätzlich verringern. 

Das MinebeaMitsumi Tochterunternehmen Paradox Engineering bietet ein beeindruckendes Portfolio an Plattformen, die jegliche Art von Smart City-Entwicklungen und datengetriebenen Prozessen unterstützen und damit eine Grundlage für KI-basierte Anwendungen bilden. Bei jeder IoT Lösung aus dem Hause Paradox Engineering hat die Interoperabilität oberste Priorität, um Smart Citys eine vorausschauende, intelligente Perspektive zu bieten.

Ihre Kontaktperson

Roman Klein

MinebeaMitsumi Europa

Tel.: +49 7721 997-317